Zur Meditation

Homepage von Heinrich Stenzaly

  + Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber
lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde
und leckten an seinen Geschwüren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo
er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lazarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lazarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund,
sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren.
Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie
auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Lk. 16, 19–31

 

 

Wie war ist doch dieser letzte Satz des Gleichnisses Jesu. Was hat die Auferstehung Jesu zumindest von Außen gesehen bewirkt. Haben wir uns wirklich bekehrt? Handeln wir anders, besser auch im Wissen, daß Jesus von der Toten erstanden ist, er der diese Botschaft des Evangeliums gebracht hat. Keiner von uns kann -  so glaube ich - von sich behaupten, daß wir wirklich bessere Menschen sind als jene, die nicht glauben. Leid und Tod Gewalt und Krieg, Unterdrückung und Benachteiligung geschehen genau so durch Menschen, die sich Christen nennen  -  durch uns. Nehmen wir Jesu Warnung also durchaus ernst, auch für uns selbst.

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

 

September

Ein ökologisch nachhaltiger Lebensstil: Wir beten, dass wir alle mutige Entscheidungen für einen einfachen und ökologisch nachhaltigen Lebensstil treffen und freuen uns über unsere jungen Menschen, die sich entschlossen dafür einsetzen.

 

Oktober

Missionsjünger: Wir beten, dass jeder Getaufte sich für die Evangelisierung einsetzt und für die Mission zur Verfügung steht, indem er Zeuge eines Lebens ist, das den Geschmack des Evangeliums hat.

 

 

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