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Homepage von Heinrich Stenzaly

Textfeld: Jesus beruft die ersten Jünger


+ Das Evangelium des Sonntags nach Matthäus.


Als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm. Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden
Kinder Gottes genannt werden. Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen. Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Mt. 5,1–12a

 

Davon können wir heute nur träumen, daß viele sich der Gemeinschaft unserer Kirche anschließen. Eher ist das Gegenteil der Fall. In Scharen laufen die Menschen davon, abgestoßen von den vielen negativen Erfahrungen oder auch vor dem, was sie über die Kirche hören. Jesus preist jene selig, die Schmähungen und Verfolgungen erleiden. Selig also unsere Kirche, daß sie so verteufelt wird, wie es heute oft der Fall ist? Schön wäre es, wenn es so wäre. Aber leider erleben wir ja auch alle heute eine in sich zerstrittene Kirche, Kirchenleute, die sich im Streit unversöhnlich gegenüber stehen und einer dem anderen nicht über den Weg traut. Umso mehr gilt auch jetzt das Wort Jesu, das wir heute im Evangelium hören. Selig, wer über diese Situation ehrlich und echt trauert, weil das anregen kann, Situationen zu verändern, wenigstens in kleinem Rahmen. Selig, wenn wir uns mühen, einander gerecht zu werden, indem wir aufeinander hören, uns dem anderen zuwenden in Aufmerksamkeit und Offenheit. Einheit ist nicht Eintönigkeit sondern Harmonie. Auch in der Harmonie der Töne gibt es verschiedene Töne, die aufeinander abgestimmt den Wohlklang erzeugen. Ja jeder einzelne Ton hat schon in sich verschiedene Schwingungen, die den Ton erst voll und rund erscheinen lassen. So soll es auch im Konzert (‚miteinander kämpfen‘ ist die Grundbedeutung dieses Wortes!) sein: Da finden sich die verschiedenen Stimmen bzw. Instrumente, durchaus auch im zeitweisen disharmonischen Gegeneinander, doch immer zu einem harmonischen Miteinander des Schlußakkordes ein.

Selig, wenn wir einander gerecht werden, indem wir auch die Situation, die Befindlichkeit und die (Un)Fähigkeiten des Mitmenschen bedenken und darauf Rücksicht nehmen.

So ließen sich alle die Seligpreisungen in unsere Zeit aktualisieren, in die heutige Situation übertragen und anwenden.

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

 

FEBRUAR
Für die Pfarreien - Beten wir, dass die Pfarreien das Verbindende miteinander und mit Gott in den Mittelpunkt stellen und so immer mehr von Glauben, Geschwisterlichkeit und Offenheit gegenüber denen, die es am meisten brauchen, erfüllt werden.

 

MÄRZ
Für die von Missbrauch Betroffenen - Beten wir für alle, die an Verletzungen leiden, die ihnen von Mitgliedern der Kirche zugefügt wurden; mögen sie auch innerhalb der Kirche eine konkrete Antwort auf ihren Schmerz und ihre Leiden finden.

 

 

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